evelyne w. -
zu unseren füßen legt der tag die liebe

zu unseren fuessen


geliebter! wenn dich die tage fragen, wo lag beginn zu unseren füßen? wann gruben wir uns schmerzgeweht durch die wände der geburt, entstiegen schaumgeboren dem duft welker narzissenblicke? und trugen licht in hohler hand, zu reinigen die wahrheit selbstzerstörter träume. wo fanden wir die stufen, die aus den nebelbänken trugen? wo lag der mut, den horizont zu greifen?
antworte mit den nächten. aus denen umbra steigt als siegel unserer wurzel. wo samtgefältelt sich das blau des nächtlichen zenits über die ängste breitet und sich gebündelt stöße moosgepolstert abfedern. aus denen purpur schmilzt zu flüssigem sonnengold, das in die morgenden uns trägt, die wir dem abend als erinnerungen schenken wollen, wie wir den tag begannen, der uns in antwort auf die nacht, die liebe zu füßen legte.

© by evelyne w.



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