solange ich will

 

solange ich will


die liebe kam - schritt einher mit unhörbaren schritten - nein, keine fanfaren erklangen und auch kein rot fiel vom himmel - sie löste sich aus dem nebel - spät - lediglich eine kontur im saum des abends - nahm langsam nur formen an.

als sie ins licht trat - ganz unerwartet und auch nicht gesucht - erkannte ich sie nicht sofort. schüchtern blieb sie an der tür stehen - winkte mit hellen haaren - und einem lächeln, das ich so nicht kannte.

ich drehte ihr den rücken zu - ihr kleid war viel zu unscheinbar, um meinen blick zu halten. doch sie blieb unbeirrbar stehen - sagte kein wort - und ging auf niemand zu - auch nicht auf mich - sie stand nur da und lächelte.

hinter ihr wurde der abend dunkler - und auch der nebel dichter - als sie sich anschickte, als schimäre zu ent-schwinden - hielt ich sie zurück.
bleib hier, sagte ich - bleib bei mir.
sie lächelte mit ihrem lächeln, das ich so nicht kannte und sagte - ja - so lange, wie du mich willst …


© evelyne w.

 

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