Werner ROHRMOSER: Schwalben
Wenn sich flügelflinke Schwalben
durch die Dämmerwolken futtern,
sich um frische Mücken balgen.
Wir uns Abendschnitten buttern.
Wenn zarte Oleanderblüten
neurosig Eleganz erlangen,
Amseln sich final bemühten
den letzten Abendwurm zu fangen.
Wenn dann die Mutter aller Zierde
hortensisch an der Mauer schwelgt,
umwebt von spinniger Begierde.
Bleibt manches schattig und verwelkt.
Wenn letzte Orangeadenleuchten
das graue Blau des Himmels rechen,
sich Seelen auf der Zielgeraden
den Knöchel an der Hürde brechen.
Dann wart ich auf die dunkle Nacht,
die all das nicht mehr sichtbar macht.
© by Werner Rohrmoser
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Kommentare

zukunftsweisend










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genial einfach genial, text wie vortrag
Wunderschön!
Auch wenn ich die Gedichte lese, höre ich deine Stimme, Werner. Deshalb hört sich der Vortrag merkwürdig seelenlos an.
danke gundy für deinen besuch
ich verstehe dich sehr gut, wenn man eine stimme und einen vortrag im ohr hat, dann kann es einem ein anderer nie mehr richtig interpretieren.
aber "seelenlos", das schmerzt mich ein bisschen.
weil ich die gedichte unter dem aspekt aussuche, dass sie meine seele berühren.
schade! aber ich wollte mit sicherheit niemandes empfinden verletzen.
lieben gruß
lylo
danke bea!
ja, gelle, das ist schon ein besonders schöner text
Das Lesen des Textes, wie auch die Sprecherin im Ohr, erzeugen viel Imagination bei mir. Es ist etwas, dass im Alltag oft verloren gegangen zu sein scheint und nur durch Lesen oder dem Sein in der Natur wieder stimuliert wird.